.NET Open Space 2009 in Leipzig
Ein intensives und anstrengendes Wochenende liegt hinter mir. Nachdem wir am Freitag die Räume im MedienCampus vorbereitet hatten, konnte am Samstag morgen der 2. .NET Open Space in Leipzig starten. Mit deutlich mehr Teilnehmern als im letzten Jahr war meine größte Sorge, ob die Sessionplanung reibungslos funktionieren würde. Nicht dass ich Zweifel am Open Space Format hätte, aber je mehr Teilnehmer Sessions vorschlagen können, desto größer ist die Gefahr, dass sich der Prozess zu lange hinzieht.
Anders als im letzten Jahr haben wir die Vorschläge dieses Jahr direkt in ein Zeit- und Raumraster einsortiert. Dadurch stand der Sessionplan bereits fest, nachdem alle Vorschläge genannt wurden. Erfreulicherweise kam es dabei zu keinen zeitlichen Überschneidungen, so dass alle Sessions auch tatsächlich stattgefunden haben.
Zwei Themen die mir schon in vorangegangenen Open Spaces wichtig waren haben auch dieses Jahr wieder eine Rolle gespielt: Command/Query Separation und Service Bus. Bei der Command/Query Separation liegt leider eine doppelte Verwendung des Begriffes vor: neben dem Prinzip, dass eine Methode entweder ein Command oder eine Query sein sollte, wird damit auch ein Architekturpattern bezeichnet. Es wird in Systemen mit sehr hohen Anforderungen an Durchsatz verwendet. Wie auch schon bei anderen Veranstaltungen fehlten Teilnehmer, die bereits ein System mit diesem Pattern gebaut haben, so dass die Diskussion eher theoretisch war. Beim nächsten Open Space sollte sich das langsam ändern
Beim Thema Service Bus stand vor allem die Frage im Vordergrund, wann sich der Aufwand lohnt, einen Service Bus einzusetzen. Schließlich geht es dabei nicht nur um die korrekte Anwendung neuer Funktionalität, sondern auch um Installation und Betrieb der entsprechenden Infrastruktur. Meine klare Empfehlung, diese Infrastruktur erst einzusetzen, wenn mehrere Bounded Contexts zu verbinden sind, wurde prinzipiell geteilt. Wir haben auch einfachere Publish/Subscribe Ansätze diskutiert, die beispielweise in Frameworks wie Prism oder Caliburn zum Einsatz kommen. Da der Einsatz von Publish/Subscribe dort der besseren Entkopplung dient, ist der Einsatz in jedem Fall empfehlenswert.
Auch beim Thema Service Bus habe ich den Eindruck, dass zu einem nächsten Open Space eine exemplarische Implementierung vorliegen sollte, damit die Diskussion konkreter wird. Vielleicht finden sich ja ein paar Leute die Lust haben, eine Beispielanwendung zu bauen?
Der 2. NET Open Space war aus meiner Sicht wieder ein voller Erfolg. Vielen vielen Dank an Torsten Weber, Alexander Groß und Marcel Hoyer, die den Hauptteil der Organisation übernommen haben. Ein weiteres Dankeschön an Maik den Hausmeister für seine tatkräftige Unterstützung.
Nach dem Open Space ist vor dem Open Space